Frankfurt

Down the Road

N.N.N.N.

William Forsythe

Body Me

Cyril Baldy

Was ist Improvisation und was nicht? Im Doppelabend „Down the Road“ zeigt das Ensemble mit „N.N.N.N.“ und „Body Me“ ein kanonisches Repertoirestück von William Forsythe aus dem Jahr 2002 neben einer neuen Arbeit von Cyril Baldy.

Dieser war damals selbst in der Originalbesetzung von „N.N.N.N.“ und trat später eine eigene Karriere als Choreograf an. Beide Arbeiten basieren auf einem improvisatorischen Prozess, bestehen aber aus einer präzise festgelegten Choreografie.

Als zeitgenössisches Tanzensemble entwickelt, präsentiert und vermittelt die DFDC Improvisation im Tanz mit dem Ziel, Menschen zusammenzubringen und zu inspirieren. Dieses klare künstlerische Profil, an dem Ioannis Mandafounis seit drei Spielzeiten mit der Company arbeitet, erweist sich auf den zweiten Blick als weitaus komplexer, als es zunächst scheint. Dieser Abend zeigt eine weitere Facette des ästhetischen Potenzials von Improvisation.

Bockenheimer DepotFrankfurt

  • Do05.11.202620:00
  • Fr06.11.202620:00
  • Sa07.11.202620:00
  • So08.11.202616:00
  • Do12.11.202620:00
  • Fr13.11.202620:00
  • Sa14.11.202620:00
  • So15.11.202616:00

Dauer: 90 Minuten inkl. Pause

Hinweise zu sensorischen Reizen und potenziell sensiblen Inhalten werden am Tag der Premiere auf der Webseite und bei der Veranstaltung vor Ort kommuniziert, denn in unserem kreativen Prozess entsteht oft bis zum letzten Tag noch etwas Neues. Wenn Sie vorab weitere Informationen benötigen, schreiben Sie uns gerne unter info@dfdc.de.

Begleitprogramm
community dance Workshop

08. & 09.09.2026

In diesem Workshop liegt der Fokus auf der Bewegungssprache von Cyril Baldy. In seiner Arbeit „Body Me“ beschäftigt sich Baldy mit dem Körper als Ausgangspunkt choreografischer Prozesse. Der Workshop lädt ein, diese Bewegungssprache kennenzulernen. Mehr

Premierenparty

05.11.2026

Im Anschluss an die Vorstellung laden wir herzlich zur Premierenparty ein.

Nachgespräch

06.11.2026

Erfahren Sie mehr über die Hintergründe der Produktion und die beteiligten Künstler*innen.

N.N.N.N.

  • Choreografie, Licht, Bühne, Kostüme
    • William Forsythe
  • Tanz
    • Tänzer*innen der DFDC

„N.N.N.N.“ erscheint als viergeteiltes Bewusstsein: vier Tänzer*innen in permanenter, filigraner Verbindung.

Die Partitur ihres hörbaren Atems fügt sie zu einer fest verbundenen Einheit zusammen, ihre Gliedmaßen werden zu aufeinander abgestimmten Einzelstimmen, die sich gegenseitig kontrastieren. So erreichen sie einen komplexen und intensiven Zustand des Musizierens.

Die Uraufführung fand am 21. November 2002 mit dem Ballett Frankfurt in der Oper Frankfurt statt.

WILLIAM FORSYTHE

William Forsythe ist seit über 50 Jahren als Choreograf tätig. Seine Werke sind dafür bekannt, dass sie die Praxis des Balletts aus der Identifikation mit dem klassischen Repertoire gelöst und zu einer dynamischen Kunstform des 21. Jahrhunderts transformiert haben.

Er tanzte mit dem Joffrey Ballet und später mit dem Stuttgarter Ballett, dessen Hauschoreograf er 1976 wurde. 1984 begann seine 20-jährige Tätigkeit als Direktor des Ballett Frankfurt. Im Anschluss formierte Forsythe ein neues Ensemble, The Forsythe Company, das er von 2005 bis 2015 leitete.

Forsythes tiefgreifendes Interesse an organisatorischen Grundprinzipien der Choreografie hat ihn dazu geführt, ein breites Spektrum von Projekten in den Bereichen Installation, Film und webbasierter Wissensentwicklung zu realisieren. Während seine Bühnenarbeiten einen zentralen Platz im Repertoire der Ballettensembles weltweit einnehmen, sind seine Installationen international sowohl in Museen als auch in Sammlungen vertreten.

Forsythe erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig, den Theaterpreis DER FAUST und den Kyoto-Preis, alle drei für sein Lebenswerk.

© Dominik Mentzos
© Dominik Mentzos
© Dominik Mentzos
© Dominik Mentzos
© Dominik Mentzos
© Dominik Mentzos
© Dominik Mentzos

Body Me

  • Choreografie
    • Cyril Baldy
  • Tanz
    • Tänzer*innen der DFDC

„Body Me“ beruht auf einer einfachen Entscheidung: Die Körper der anderen sind der Ausgangspunkt. Jede Bewegung der Tänzer*innen wird nicht für sich isoliert erfunden, sondern von jemand anderem abgeleitet – beobachtet, berührt, unterbrochen, geliehen, übersetzt. Die Choreografie bestimmt, wie das Bewegungsmaterial entsteht.

Körper lesen einander, Körper formen einander, Körper tauschen Informationen aus, die man nicht vollständig besitzen kann. Es gibt keine lineare Narration, sondern eine Reihe sich verschiebender Situationen. Solo wird Duett, Duett wird Gruppe, Intimität wird Distanz, Unterstützung wird Widerstand. Das Stück behandelt den Körper zugleich als Material und als Bedeutung, als physische Realität und als gesellschaftliche Projektionsfläche für Fürsorge, Angst, Begehren oder Kontrolle.

Ständig befassen wir uns mit den Körpern anderer – wer darf sich bewegen, wer muss anhalten, wer darf nah sein, wer muss wegbleiben. „Body Me“ hält diese Spannung aus. Das Stück fragt, was entsteht, wenn der Körper nicht nur das Zentrum des Tanzes, sondern selbst zur zentralen Frage wird: wie wir miteinander umgehen, voneinander lernen und was wir verlieren oder zurückgewinnen, wenn wir uns gemeinsam bewegen.

CYRIL BALDY

Cyril Baldy, geboren in Frankreich, ist ein angesehener Tänzer, Choreograf, Pädagoge und Probenleiter. Seine Tanzausbildung erhielt er von 1993 bis 1997 am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris. Seine berufliche Laufbahn begann 1997 beim Jeune Ballet de France. Kurz darauf wechselte er zum Nederlands Dans Theater II und anschließend zum Nederlands Dans Theater I unter der Leitung von Jiří Kylián, wo er bis 2002 tanzte.

Baldy wechselte dann zum Ballett Frankfurt und schloss sich schließlich 2005 The Forsythe Company an, wo er bis 2014 unter der Künstlerischen Leitung von William Forsythe tanzte. Seit 2014 arbeitet er freischaffend als Choreograf und Pädagoge sowie als Probenleiter und Ballettmeister für Forsythes Werke.

Er arbeitete für zahlreiche renommierte Ensembles, darunter das Ballet BC, das Nederlands Dans Theater, das Ballet de l’Opéra de Lyon und das Pacific Northwest Ballet.

Partner & Förderer

„Down the Road“ ist Teil des Tanzfestivals Rhein-Main 2026, ein Projekt von Künstler*innenhaus Mousonturm und Hessischem Staatsballett.

Medienpartner