Samuel Denton

Für mich ist Tanz ein Weg, aufmerksam zu sein. In einer Kultur, die oft nur das Greifbare und Messbare wertschätzt, zieht mich der Tanz hin zum Intuitiven, zum Vergänglichen und zu den Zwischenräumen. Ich lasse mich vom Tanz durch das Leben führen – um mich zu bewegen, zu spüren, zuzuhören und zu träumen, alles zugleich.
Samuel (er/ihm) ist ein in Großbritannien geborener Tänzer und Performer, dessen künstlerisches Schaffen die Bereiche Performance, Choreografie, Probenleitung, Unterricht, Mentoring und Podcast-Produktion umfasst. Nach seiner Ausbildung an der Scottish School of Contemporary Dance und der London Contemporary Dance School begann Samuel seine berufliche Laufbahn als Praktikant beim Dance Apprentice Network aCross Europe (2007–2009), einem prägenden interdisziplinären Programm, das ihm früh Begegnungen mit Künstlern wie William Forsythe, Wayne McGregor, Frédéric Flamand sowie Angelin Preljocaj ermöglichte. Seit 2009 war Samuel vorwiegend in Skandinavien tätig, wo er viele Jahre lang im Ensemble des Skånes Dansteater in Malmö tanzte und nebenbei freiberufliche Projekte in ganz Europa realisierte. Sowohl als Ensemblemitglied als auch als freischaffender Künstler hat Samuel mit Künstler*innen wie Tilman O’Donnell, Marina Mascarell, Marcos Morau, Heidi Vierthaler, Felix Landerer, Rachel Tess, Anouk van Dijk, Martin Forsberg, Theo Clinkard und Ben Wright zusammengearbeitet und Werke geschaffen.
Neben seiner Arbeit als Performer produzierte Samuel auch Podcasts, in denen er sich darauf konzentrierte, den zeitgenössischen Tanz zu entmystifizieren und durch Gespräche über den kreativen Prozess den Zugang zu dessen Praktiken zu erweitern. Samuels fortlaufende Ausbildung in somatischer Bewegungsarbeit an der School for Body-Mind Centering spiegelt sein anhaltendes Engagement für inklusive, körperbezogene Praktiken wider und wirft gleichzeitig weitere Fragen rund um Körperlichkeit, Wahrnehmung und die Politik davon auf, wie wir uns bewegen – und bewegt werden.