Tanz stellt meine Vorstellung davon, wer ich zu sein glaube, kontinuierlich auf den Kopf. Zu Tanzen zeigt mir immer wieder Seiten von mir, von denen ich nicht wusste, dass sie existieren, und gerade wenn ich glaube, meinen Körper zu kennen, öffnet sich eine neue Tür. Tanz erinnert mich daran, dass Identität nicht feststeht, dass wir uns ständig verändern, uns ausdehnen, uns entwickeln. Ich habe eine Hassliebe zu Verwandlung und Veränderung. Vielleicht ist das das Schönste daran: durch den Körper zu entdecken, dass wir viel größer, fremder und unendlicher sind, als wir dachten.

Manon ist Tänzerin, Bewegungskünstlerin und Künstlerin mit einem Hintergrund in Ballett, Hip-Hop, Stepptanz, Jazz und Musiktheater. Sie absolvierte ihre schulische Ausbildung mit dem Schwerpunkt zeitgenössischer Tanz an der de! Kunsthumaniora in Antwerpen, wo sie auch Mitglied der Retina Youth Company unter der Leitung von Filip Van Huffel war. Im Jahr 2022 schloss sie ihr Studium am Royal Conservatoire of Antwerp mit einem Bachelor in Tanzpädagogik ab. Während ihres Studiums arbeitete sie mit Choreograf*innen wie Tijen Lawton, Katie Vickers, Albert Quesada, Agostina D'Alessandro und Moya Michael zusammen. Nach ihrem Abschluss war sie Teil des SUB.LAB.PRO Ensemble Program in Budapest, das von Jenna Jalonen und Péter Juhász gegründet wurde. Während dieser Zeit arbeitete sie mit Künstler*innen wie Annamari Keskinen, Adrienn Hód, Csaba Molnár und Manuel Ronda zusammen. Im Jahr 2023 begann Manon ein Praktikum bei Carte Blanche, dem norwegischen Nationalensemble für zeitgenössischen Tanz, wo sie mit Künstler*innen wie Eszter Salamon, Tori Wrånes, Elle Sofe Sara, Roza Moshtaghi und Frédérick Gravel zusammenarbeitete. Im vergangenen Jahr arbeitete sie als freiberufliche Performerin mit Ceren Oran und Joshua Monten zusammen. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit absolvierte sie eine Yogalehrerausbildung in Antwerpen.