Seen Unseen
- Choreografie
- Rosalind Crisp
- Tanz
- Sophie Borney
- Thomas Bradley
- Lander Casier
- Audrey Desmurs
- Nastia Ivanova
- Marina Kladi
- Yan Leiva
- Antonin Mélon
- Solène Schnüriger
- Ichiro Sugae
- Ashley Alexandra Wright
- Samuel Young-Wright
- Komposition, Klavier
- Frédéric Blondy
- Raumgestaltung
- Rosalind Crisp
- Kostüme
- Dorothee Merg
- Dramaturgie
- Philipp Scholtysik
- Uraufführung Dresden06.02.2026
- Frankfurt-Premiere19.03.2026
Was sehen wir, wenn wir Tanz sehen? Tanz beginnt lange, bevor er sichtbar wird. In Crisps Praxis der Live-Komposition sind die subtilen Verschiebungen in der Aufmerksamkeit der Tänzer*innen für die Entstehung von Bewegungen entscheidend. Rosalind Crisp lädt sowohl Tänzer*innen als auch Publikum ein, sich, wenn auch nur für einen kurzen Moment, dort aufzuhalten, wo Bewegung entsteht. Auf der Bühne vollkommen sichtbar und transparent zu sein bedeutet, sich voll und ganz allem zu öffnen, was unsichtbar ist – den subtilen Gewichtsverlagerungen, jedem Atemzug, jeder Empfindung der Schwerkraft – die Zukunft beginnt hier, im Kleinen. Die Aufführung entsteht jeden Abend in unmittelbarer Nähe zum Publikum und bietet so einen detaillierten Blick auf die Entscheidungsfindung der Tänzer*innen. Das Werk ist eine Zusammenarbeit mit Frédéric Blondy, Komponist und Improvisationspianist, dessen musikalische Sprache aus tiefem Zuhören, aus der Körperlichkeit der Bewegung und aus dem Erforschen von Klangfarben entsteht.
Seen Unseen Trailer
ROSALIND CRISP ist eine Choreografin und Tänzerin, sie lebt in Orbost, Australien. Im Jahr 1996 gründete sie das Omeo Dance Studio in Sydney als Ort für ihre choreografische Forschung. Das Studio wurde für zehn Jahre zur Heimat der experimentellen Tanzszene Sydneys. Im Jahr 2003 wurde Crisp von Carolyn Carlson eingeladen, die erste assoziierte Künstlerin ihres „Atelier de Paris“ zu werden. Das Atelier produzierte Crisps Ensemblearbeiten in ganz Frankreich und Europa (2004-2014) und ermöglichte ihr Kooperationen mit französischen, europäischen und australischen Künstler*innen.
Crisp hat mehr als 25 große Werke und zahlreiche Performances geschaffen, sie ist mit ihrer Arbeit auf zahlreichen Festivals auf der ganzen Welt aufgetreten und ist als Lehrerin für ihre Tanzmethodik international gefragt. Ihr umfangreiches Werk hinterfragt Tanz durch eine rigorose Praxis der Live-Komposition – mit aller Bestimmtheit und allen Zweifeln, die damit verbunden sind. Sie versteht die Tänzer*innen als Kunstschaffende. Ihre Arbeiten sind das Ergebnis kontinuierlicher Studiopraxis und dem langfristigen Austausch mit einem multidisziplinären Team von Kolleg*innen. Crisp ist Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres und Ehrenmitglied der Universität von Melbourne-VCA in Anerkennung ihres Einflusses auf eine Generation australischer Tänzer*innen. Im Jahr 2025 erhielt sie den Creative Australia Award in der Kategorie Tanz.
Probenbilder
FRÉDÉRIC BLONDY ist Pianist, Organist, Komponist, und Improvisator. In seiner Arbeit verfolgt er einen organischen und explorativen Zugang zu Klängen. Er hat sich mit zeitgenössischer klassischer Musik, experimenteller Musik, improvisierter Musik, Avantgarde-Jazz, Free Jazz, elektronischer und elektroakustischer Musik auseinandergesetzt und eine langjährige künstlerische Arbeit in Gruppen wie Hubbub und Ethos entwickelt.
Als Künstler tritt Frédéric Blondy seit mehr als 25 Jahren bei zahlreichen Festivals und in Konzertsälen in Europa, Nordamerika, dem Nahen Osten und Asien auf. Als Komponist hat er rund zwanzig Stücke geschrieben, die von Solowerken bis hin zu Orchestermusik reichen und hat mehr als fünfundzwanzig Aufnahmen bei verschiedenen Labels veröffentlicht. Alle spiegeln einen sehr offenen Ansatz in Bezug auf Instrumente, Techniken und Komposition wider. Er beteiligt sich an zahlreichen interdisziplinären Projekten, die Tanz, Video und Performance verbinden, und komponiert außerdem Musik und Sounddesign für Filme und Videoarbeiten. Angetrieben von dem Wunsch, neue musikalische Formen im Rahmen eines Orchesters zu erforschen, gründete er 2011 das Orchestra of New Musical Creation, Experimentation and Improvisation (Onceim), dessen künstlerischer Leiter und Dirigent er derzeit ist.





















