Eins vor, zwei zurück
- Choreografie
- Ioannis Mandafounis
- Tanz
- Emanuele Co'
- Emanuele Piras
- Simon Voitoux Puigrenier
- Jón Vallejo, Erster Solist des Semperoper Ballett als Gast
- Choreografische Assistenz
- Pauline Huguet
- Smaralia Karakosta
- Dramaturgie
- Philipp Scholtysik
- Uraufführung Dresden06.02.2026
- Frankfurt-Premiere19.03.2026
Die Bewegungssprache des klassischen Balletts beruht auf klaren Prinzipien. Alles scheint der Überwindung der Schwerkraft zu dienen. Die Körper erscheinen leicht, ihre Masse in Pirouetten oder im Sprung wie aufgehoben. So ist alles nach oben ausgerichtet, Bewegungen nach unten kommen fast nur vor, um Schwung zu holen nach oben. Was passiert, wenn man diese Prinzipien umkehrt? Mit einer kleinen Besetzung setzt sich Ioannis Mandafounis in dieser Arbeit mit typischen Ballettbewegungen auseinander. Sie werden dekonstruiert, auf den Kopf gestellt, unterbrochen und transformiert. Bewegungsabfolgen des klassischen Repertoires werden neben Neufassungen gestellt, die völlig verwandelt sind. Ein aberwitziges Spiel, das die historische Vorlage bei allem Humor trotzdem ernst nimmt – getanzt von Tänzern der DFDC und Jón Vallejo, Erster Solist des Semperoper Ballett.
Es werden Ausschnitte aus folgenden Balletten getanzt: Dornröschen (1890, Choreografie: Marius Petipa), Le Corsaire (1856, Choreografie: Joseph Mazilier), Le Spectre de la Rose (1911, Choreografie: Michail Fokine), Manon (1974, Choreografie: Kenneth MacMillan), Taras Bulba (1940, Choreografie: Rostislaw Sacharow)
Pressestimmen
„Was für eine Körperbeherrschung: Jón Vallejo vollführt Sprünge und Pirouetten, wie man sie im Bockenheimer Depot sonst nicht zu sehen kriegt.“ – Stefan Benz, Darmstädter Echo
„Schluss mit der Konzentration auf die Körpermitte, weg mit dem vertikalen Impuls in die Höhe. Mandafounis lässt die Methode buchstabieren, bevor er sie zu Musik von Tschaikowsky bis Grieg am Beispiel klassischer Choreografien von Marius Petipa bis Michel Fokine parodistisch anwendet.“ – Stefan Benz, Darmstädter Echo
„Ein Pas de deux - wobei ich das wirklich nicht so nennen sollte, denn die zwei wirkten so unkoordiniert, so unbeholfen, und dabei doch sehr professionell. Wobei der eine, der größere, sich elegant mit grazilen, klassischen Tanzbewegungen ausdrückte, und der zweite, der sehr viel kleinere, sich immer wieder mit dem größeren verhakte. All das zu der klassischen Musik von Tschaikowskis Dornröschen. Hier traf klassische Balletttechnik auf Tanzimprovisation. Zum Teil sehr witzig, und ich glaube für die beiden Tänzer sehr anstrengend. In jedem Fall war das für mich der Höhepunkt des Abends. Da entstand ein Moment, sinnlich, und grotesk zugleich.“ – Jan Tussing, hr2 Frühkritik
„Statt klassisches Ballett veralbernd in die Tonne zu kloppen, wird es hier geehrt mit dem Nebeneinander und Verquicken und Verrühren von Eleganz und Superquirligkeit. Alte Gesten werden erläutert in einer Art Ratespiel, „ich“, „nicht“, „du“, „lieben“, Ausschnitte aus fünf Balletten von Petipa („Dornröschen“, 1890) bis MacMillan („Manon“, 1974) getanzt, Orchestermusik vom Band dazu. Alle vier Männer können die Linien, Arabesken, Sprünge, Pirouetten. Vallejo wiederum kann auch eiern, wellen, wirbeln. Er aber bleibt der King, wenn er im Tanz die Zeit anhält.“ – Melanie Suchy, FAZ Rhein-Main
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