Body Me
- Choreografie
- Cyril Baldy
- Tanz
- Tänzer*innen der DFDC
- Uraufführung Frankfurt05.11.2026
- Dresden-Premiere11.12.2026
„Body Me“ beruht auf einer einfachen Entscheidung: Die Körper der anderen sind der Ausgangspunkt. Jede Bewegung der Tänzer*innen wird nicht für sich isoliert erfunden, sondern von jemand anderem abgeleitet – beobachtet, berührt, unterbrochen, geliehen, übersetzt. Die Choreografie bestimmt, wie das Bewegungsmaterial entsteht.
Körper lesen einander, Körper formen einander, Körper tauschen Informationen aus, die man nicht vollständig besitzen kann. Es gibt keine lineare Narration, sondern eine Reihe sich verschiebender Situationen. Solo wird Duett, Duett wird Gruppe, Intimität wird Distanz, Unterstützung wird Widerstand. Das Stück behandelt den Körper zugleich als Material und als Bedeutung, als physische Realität und als gesellschaftliche Projektionsfläche für Fürsorge, Angst, Begehren oder Kontrolle.
Ständig befassen wir uns mit den Körpern anderer – wer darf sich bewegen, wer muss anhalten, wer darf nah sein, wer muss wegbleiben. „Body Me“ hält diese Spannung aus. Das Stück fragt, was entsteht, wenn der Körper nicht nur das Zentrum des Tanzes, sondern selbst zur zentralen Frage wird: wie wir miteinander umgehen, voneinander lernen und was wir verlieren oder zurückgewinnen, wenn wir uns gemeinsam bewegen.