Thomas Bradley beim Deutschen Tanzpreis
25. Februar 2026
Unser Tänzer Thomas Bradley ist als Choreograf und Tänzer mit der Uraufführung seins Solowerks NOT BUTOH SOLO zum Deutschen Tanzpreis nach Essen eingeladen. Seine Neukreation ist eine Referenz an Gabriele Brandstetter und Tadashi Endo zugleich und eine Reflexion über die anhaltende Faszination des Künstlers für das japanische Butoh.
Bei einem Butoh-Training in Tokyo 2017 gab der Meister ihm die Aufgabe: „Werde Hahn!“ Thomas Bradley wehrte sich, fand das unlogisch, denn er könnte das Tier ja nur imitieren, die Flügel, das Verhalten, die Geräusche, sich aber nicht wirklich verwandeln. Irgendwann erkannte er: Er könne ein Hahn werden, denn er war ja keiner. Der Hahn selbst, unwandelbar, ist ja schon, was er ist. Solcherart Erkenntnis aus unlösbaren Aufgaben macht der australische Künstler Bradley zum Prinzip seiner Arbeit mit Tanz. So auch im NOT BUTOH SOLO, wo er die Möglichkeit verkörpert, etwas zu werden, was er nicht ist, ein japanischer Butohtänzer und ein Hahn.
Der Deutsche Tanzpreis wird vom Dachverband Tanz Deutschland organisiert und ist der renommierteste Preis für den Tanz in Deutschland. Dieses Jahr wird er am 28. Februar am Aaalto-Theater Essen verliehen. Alle Infos finden Sie hier.
NOT BUTOH SOLO
Choreografie: Thomas Bradley
Tanz, Video, Kostüm: Thomas Bradley *
Musik: Charles Gounod, Ballettmusik aus Faust, Allegretto 1 und Allegro Vivo (Carlo Rizzi, Welsh National Opera Orchestra & Chorus, Album Gounod, Faust, Highlights, 1994)







